Einkehrtage der CE im Kloster Strahlfeld 2018 mit dem Thema:

"Seid brennend im Geist" 

mit der Gruppe "Aufbruch"  

 

Cham/Strahlfeld.

Zwischen Weihnachten und Neujahr veranstaltet die Gruppe "Aufbruch" jedes Jahr Einkehrtage, erstmals im Kloster Strahlfeld b. Roding. Dabei geht es um Rückbesinnung auf die Werte des christlichen Glaubens im Alltag. Die Gruppe "Aufbruch" hat es sich zur Aufgabe gemacht, allen Menschen, die das wollen, eine Gelegenheit anzubieten, gestärkt durch den Glauben an Jesus Christus, gut ins Neue Jahr zu kommen.

Das Thema der Einkehrtage 2018 ist aktuell wie eh und jeh, weil in diesem Satz sehr viel Potenzial steckt. Pfarrvikar Markus Hochheimer von der Pfarrei "St. Johannes" (Evangelist) aus Waldsassen und Hans Gnann von der CE Regensburg sowie Georg Fritsch von der Gruppe "Aufbruch" skizzierten in lebhaften Vorträgen was es heißt, sein Leben an Jesus Christus auszurichten. Die Herausforderung, die heute die Christen im Alltag zu bewältigen haben, sind ohne die frohe und mutmachende Botschaft des Evangeliums nur schwer zu bewältigen. 

Georg Fritsch hieß am ersten Tag alle Teilnehmer willkommen und beschrieb in seinem Einführungs-thema „Christsein – kompliziert oder befreiend“, dass der Mensch von seinen Alltagssorgen loslassen und alles bei Gott abladen sollte. Dass das im Alltag eine Herausforderung selbst für wiedergeborene Christen ist, sollte man nicht verhehlen. Dabei ist eine positive Einstellung zum Leben insgesamt von großer Bedeutung. Es hilft im Alltag wenig, immer nur rück-wärts zu schauen und alte Fehler zu bejammern – das kann der Mensch nicht mehr ändern. Ein positiver Blick nach vorne – morgen möchte ich alles besser machen – ist auf jeden Fall der bessere Weg. Auch alte Paradigmen – so war es schon immer und so wird es auch morgen sein – gilt es, über Bord zu werfen und positiv in den nächsten Tag hineinzugehen. Dabei kommt es darauf an, dass wir bewußt die Führung unseres Lebens Gott anvertrauen, damit er uns in unseren Entscheidungen beistehen kann. Der Sinn des Lebens bestehe nicht nur in Arbeit sondern auch im Innehalten und Vertrauen auf Gott.
Das Thema „Glücklich oder unglücklich“ beschrieb Hans Gnann mit der Behauptung, dass jeder Mensch selbst entscheidet, ob er glücklich oder unglücklich ist. Es kommt vielmehr darauf an zu entscheiden, ob ich heute glücklich sein will oder ob negative Gedanken mein Glücklichsein verhindern. Das Wort Gottes kann Wunder tun, wenn wir es gebrauchen. Aber ohne Gott ist es unmöglich zu glauben. Natürlich können auch Lebenskrisen zu Gott führen, wenn wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Christen sind meistens so im Tiefschlaf des Glaubens, dass sie nicht merken, dass der Zeitgeist und nicht der Hl. Geist in ihnen wohnt. Nur der Geist Gottes kann einen glücklichen Menschen hervorbringen. Die tätige Nächstenliebe kann ein Beispiel dafür sein, dass man glücklich sein kann. Alles was ihr dem Nächsten getan habt, dass habt ihr mir getan, sagt Jesus in seinem Wort.  

Pfarrvikar Markus Hochheimer beschrieb in seinem Thema: „Fussballbegeisterung – Jesusbegei-sterung“ das Phenomen, dass viele Menschen heute lieber ins Fussballstadion gehen, als einmal einen Gottesdienst zu besuchen. Es ist für viele eine „Ersatzreligion“ geworden, die die Massen begeistert. Die Verantwortlichen in der Kirche fragen sich schon lange, wie kann man wieder mehr Menschen in die Gotteshäuser locken? Ist das Evangelium Christi nicht mehr zeitgemäß oder was sind die Gründe für diesen Trend? Hat die Kirche es versäumt, die Ausbildung der Priester modern und zeitgemäß zu gestalten, fehlt es an der Lebendigkeit im Gottesdienst? Alle diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten, da viele Faktoren eine Rolle spielen. Das sogenannte „Wohlfühl-Christentum“, wo ich mir meine Höhepunkte (wie z. B. Weihnachten – Ostern usw. das genügt für mich) selbst aussuche, ist mit Sicherheit nicht die Lösung. Die Kirche kann in Zukunft nur dann wieder attraktiv werden, wenn sie glaubwürdig das Evangelium verkündet und auch mal „Mißstände“ in der Gesellschaft anprangert, die nach ihrer Meinung nicht mit der heiligen Schrift in Einklang zu bringen sind, auch wenn das Kirchenvolk dann noch mehr schrumpfen sollte. Gott will ein lebendiges Volk, das aktiv am Glaubensleben mitwirkt und nicht nur „Mitläufer“. In einer Fußballmannschaft müssen auch alle für die gemeinsame Sache kämpfen, um den Sieg zu erringen. Eine einfache Antwort, wie es mit dem Glauben und der Kirche wieder aufwärts gehen kann, gibt es mit Sicherheit so schnell nicht. Den Mut zu verlieren wäre aber mit Sicherheit auch der falsche Weg.
Georg Fritsch skizzierte zum Schluß der Einkehrtage in seinem Thema: „Der Christ und sein Alltags-leben“ noch einmal, wie jeder einzelne im Alltag dazu beitragen könne, damit der Glaube wieder attraktiv werde. Dazu gehöre Mut, den Glauben im Alltag zu leben, und vor allem Liebe, um auch Andersdenkende nicht zu verprellen und mit der Bibel zu „erschlagen“. Den Vorteil des Anderen zu suchen ist die vornehmlichste Aufgabe der Christen, um glaubwürdig zu sein. 

Zum Abschluss der Einkehrtage zelebrierte Markus Hochheimer einen lebendigen Gottesdienst in der Klosterkapelle mit rhytmischen Liedern und spendete jedem Besucher, der es wollte, den eucharistischen Einzelsegen.   

Unser Bild zeigt die Verantwortlichen der Einkehrtage Pfarrvikar Markus Hochheimer, Hans Gnann, Georg Fritsch und Emil Baumgartner im Kloster Strahlfeld.


 Eine große Besucherzahl informierte sich aus erster Hand.

  

 

 

 

 

 

 

 

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